SB-Auftrag - Eskorte für Handelskarawane [09.05.2026]

[ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Älteste Beiträge zuerst ]


Ahmar

21, Männlich

  Fähigkeitenrangaufstieg II [Novize]

Waldelf Fraktionsloser Kampfbereit Rechtschaffen - Neutral

Beiträge: 1

SB-Auftrag - Eskorte für Handelskarawane [09.05.2026]

von Ahmar am 10.05.2026 14:46

Name des Events: Eskorte für Handelskarawane


Informationen:
Teil: 1 (von 1)
Datum des Plays: 09.05.2026
Anwesende Teilnehmer: Ahmar, Elian, Sigarda
Abwesende Teilnehmer: /
Eventleiter: Nina
Dauer des Events: 19:40 bis 24 Uhr
Besuchte Orte im Event: Urda (Handelsgilde), Mirkala-Schrein, Weg Urda-Persepolos, Persepolos (Gildenhaus)


Zusammenfassung:
Durch den jüngsten Überfall auf das Königshaus haben die Händler in Embaro ihr Sicherheitspersonal verstärkt, damit ihre Waren auch sicher und in voller Stückzahl von A nach B kommen. So wurde im Mai auch von der Handelsgilde eine Eskorte für eine Karawane von Urda nach Persepolos ausgeschrieben mit Treffpunkt um 10 Uhr vormittags vor der Handelsgilde.
Dort fanden sich auch geschwind drei Willige ein, die das Geld mehr oder minder dringend brauchten. Der Vertreter des Gildenmeisters, Kaelen, wies sie geschwind in die Aufgaben ein, bevor er sie an den Führer der Karawane, die aus zwei Wägen bestand, übergab. Sein Name war Eleth, er arbeitete bereits seit 10 Jahren dort und kannte sich dementsprechend gut aus. Das einzige, was seiner Meinung nach von den üblichen zu erwartenden Banditen abwich, war ein vor kurzem auf diesem Weg verschwundener Bauernwagen.
Nachdem jeder seine Position eingenommen hat, ging es dann auch schon los.

Es war später Vormittag, als zum ersten Mal etwas Ungewöhnliches auf ihrer Route durch Ebenen und dem noch weit entfernten Waldrand des Tetsulam Waldes passierte. Die Pferde waren die ersten, die unruhig wurden. Es handelte sich allerdings um keinen Angriff, wie schnell allen klar wurde, sondern um ein herumschwirrendes, unnatürliches Licht. Was auch immer der gute Elian sah, als er mit Magie danach suchte, erschreckte ihn dermaßen, dass er fast vom Wagen fiel. Sigarda indes verließ sich auf ihre Augen und konnte dem Licht so problemlos zu einem Ort folgen, an dem Blumen und Steine, um die bunte Bänder geknotet wurden, lagen, fast rituell platziert.
Eleth konnte das Rätseln der drei Söldner beenden, indem er erzählte, dass es sich um den Mirkala-Schrein handelte, benannt nach der Familie, die vor fünf Jahren ihre Tochter verlor und nie wieder fand.
Nachdem Ahmar nicht nur eine verfallene Jägerhütte weiter weg bemerkte, sondern durch Magie auch das geisterhafte Bild einer vielleicht Sechzehnjährigen sah, das harmlos winkend dastand, deren Kopf aber unnatürlich herabhing, war recht sicher, dass das Mädchen lebend sowieso nicht mehr gefunden werden würde.
Eleth erzählte, dass angeblich ein Jäger hier erwürgt aufgefunden worden war und jemand anderem war wohl der Kopf mit einer Sichel abgetrennt worden.
Sie mussten abwägen, ob die Suche nach einem vor fünf Jahren verschwundenen Mädchen, wirklich Vorrang vor ihrer Aufgabe hatte, die Karawane sicher an ihren Zielort zu bringen. Schweren Herzens wurde sich dafür entschieden, erst einmal den Auftrag zu beenden und am nächsten Tag zurückzukommen.

Der Rest der Fahrt war unauffällig, auch, als die Nacht hereinbrach und sie nahe des Waldes weiterfahren mussten. Vermutlich hatten die örtlichen Banditen seit der Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen schon häufig genug eins auf die Finger bekommen, sodass sie es sich zweimal überlegten, Händler zu überfallen.

Es war fast Mitternacht, als sie das Gildenhaus in Persepolos erreichten, in dem die drei die Nacht kostenlos schlafen dürften, um am nächsten Morgen ausgeruht ihren Sold ausgehändigt zu bekommen.
Ausgeruht waren alle allerdings eher nicht, nachdem sie durch das morgendliche Schreien eines Hahns aus ihren aufwühlenden Albträumen gerissen wurden. Eleth hatte wohl die Nacht auch durchgearbeitet, um die transportierten Waren auf das Schiff laden zu lassen, aber er bezahlte die Söldner zufrieden und würde sich ihre Namen für kommende Aufträge der Gilde merken, zu denen er sie einlud.
Nachdem sie sich verabschiedet hatten und beschlossen, zurück zum Schrein zu reiten, besprachen sie den Inhalt ihrer Träume. Während Ahmar wieder das Mädchen gesehen hatte, dass ihm etwas sagte, das er nicht verstand, hatte Sigarda durch die mediale Gabe ihrer Mutter etwas zu dem Mädchen und dem Licht gesehen und hatte den Eindruck gewonnen, dass das Mädchen ihr etwas sagen wollte, aber nicht sagen könnte. Am schlimmsten hatte es aber Elian erwischt, der davon auch erst außerhalb der Stadt, als sie schon längstens wieder auf den Pferden saßen, reden wollte. Er hatte gespürt, wie er das Mädchen würgte und dabei lachte. Obwohl er natürlich wusste, dass er das nie getan hatte, nahm es ihn ziemlich mit.

Am späten Nachmittag erreichten sie wieder den Schrein, der für das Mädchen aufgestellt worden war. Die Magie, die gestern so präsent war, war am schwinden. Auch das Lichtlein war wieder da, aber nicht sehr lange und wollte auch nicht wirklich mit Elian kommunizieren. Der halbe Dunkelelf fand aber heraus, dass es sich um mehrere Männer gehandelt haben musste und das Mädchen in der Mittagszeit ihren Tod fand als die Sonne hoch am Himmel stand. Das machte für Ahmar auch Sinn, denn er war sich sicher, dass diese magischen Überreste um diese Uhrzeit am stärksten sein müssten.
Sigarda indes fand heraus, wo sie ein Loch mit ihrem Schwert buddeln musste, aber anders als erwartet fand sie keine menschlichen Überreste, sondern nur einen Anhänger mit Familienporträt aus reinem Gold mit der Gravur „Für Emrys". Da die magischen Spuren daran hafteten, war auf jeden Fall der Name des Mädchens klar.
Die Spuren waren an dem gebuddelten Loch am stärksten, aber sie bewegten sich auch über die ganze Umgebung wie die Hütte und das Feld, von dem Elian sich sicher war, dass Emrys damals von da in die Hütte gerannt kam.
So war auch klar, dass sie als nächstes einen Blick in die verfallene Jägerhütte werfen sollten, was für Sigarda und Elian harmlos lief, aber Ahmars geistige Stärke war wohl nicht die beste, sodass er eine Begegnung der dritten Art hatte, wie die rothaarige Söldnerin und Kopfgeldjägerin es später treffend beschrieb.
Während er sah, wie die weinende und verdreckte Emrys in die damals noch instand gehaltene Hütte lief, die Tür mit einem Stuhl verbarrikadierte, sich mit der Kette in den Händen zusammenkauerte und lange weinte, bis sie vom Hämmern an der Tür wieder in die damalige Realität gerissen wird. Als sie die Türe öffnet, passiert das, was Elian bereits im Traum gesehen hatte: Ein grinsender Mann schloss seine Hände um Emrys Hals und erwürgte sie, wobei sogar ihr Genick brach. Anschließend sieht Ahmar, wie Emrys Leiche in dem Loch verbuddelt wird.
Damit ist es aber noch nicht zu Ende, denn die Wut und der Hass auf die Männer, die ihr das angetan haben, lässt ihrem Geist keine Ruhe und sie steht aus dem Grab wieder auf mit der Mission, jeden Mann anzulocken und umzubringen. Zu erwürgen oder mit ihrer Sichel den Kopf abzutrennen – passend, zu Eleths „Schauergeschichten" über diesen Ort.
Sigarda und Elian sehen stattdessen, wie Ahmar durch den Raum läuft, letztendlich die Türe öffnet – die es gar nicht mehr gibt, da sie längst aus den Angeln gefallen ist – und wieder zum Loch zurückgeht. Erst da reagiert er, wenn auch verzögert, auf die beiden, die ihm nachgekommen sind.
Er berichtet, was damals Emrys angetan wurde und mit seiner Beschreibung, was aus ihr passiert ist, wurde Sigarda klar, dass es sich jetzt um eine Mittagserscheinung handeln muss. Leider wird sie erst Ruhe finden, wenn ihre Knochen verbrannt werden, aber die bleiben verschwunden, außer wenn Emrys ihrem mörderischen Drang folgend mittags erscheint.
Ob die drei wohl an einem Mittag wiederkommen, um Emrys die ewige Ruhe und ihrer Familie Gewissheit zu bringen? Und wer waren wohl ihre Mörder?
Diese Fragen bleiben zwar übrig, aber immerhin haben sie ihre Aufgabe erfüllt und die Karawane ohne Probleme von A nach B gebracht.

Antworten

« zurück zum Forum